Landkreis Friesland

Zurück zur Vollversion
Bildinfo Nicht nur im Süden unseres Landkreises wie hier in den Gemeinden Zetel und Bockhorn finden Sie ausgedehnte Wälder zum Erholen, Durchatmen und Genießen. (c) Friesland Touristik Gemeinschaft
Suche Öffnungsz. Navigator Menü Navigation Kontakt

Friesland Telefon04461 919-0 Telefax04461 919-8880 AdresseFriesland
Lindenallee 1
26441 Jever

Suche
Inhaltsbereich der Seite

Mitmach-Aktion „1m² Garten für Frieslands natürliche Arten“

Allgemeine Informationen

Der Landkreis Friesland, die mobile Umweltbildung-MOBILUM und die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer laden ein zur

Mitmach-Aktion „1m² Garten für Frieslands natürliche Arten“

mit dem Ziel, gemeinsam mit Ihnen als Bürger*innen einen

Beitrag zur Förderung der Biodiversität zu leisten.

Blühfläche 1.jpg © Mobilum© Mobilum

Warum diese Aktion?

Im Alltag ist es für uns kaum zu spüren, jedoch erleben wir derzeit einen fortlaufenden massiven Verlust unserer natürlichen Artenvielfalt: Pro Tag verschwinden weltweit 150 Tier- und Pflanzenarten von unserem Planeten. Diese besorgniserregende Entwicklung ist auch in Friesland zu beobachten:

  • 50% der niedersächsischen Tier- und Pflanzenarten sind in ihrem Bestand gefährdet,
  • 43 % aller Brutvogelarten Niedersachsens sind in der Roten Liste geführt, 12 % stehen in der Vorwarnliste,
  • rund 62 % aller Wildbienenarten sind in ihrem Bestand gefährdet,
  • die Hälfte der Insektenarten ist im Bestand gefährdet,
  • die Biomasse der Fluginsekten reduzierte sich im Laufe der letzten 30 Jahre um 80 %.

 

Was sind die Gründe für diese besorgniserregende Entwicklung?

Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung ist u.a. eine beständige Verarmung unserer Landschaft durch den Verlust vieler natürlicher Strukturen im Laufe der letzten rund 30 Jahre

- ein schleichender Prozess, der daher bewusst kaum wahrzunehmen ist. Im direkten Vergleich fällt jedoch auf, wie viele Hecken, Bäume, blühende Straßenränder, naturnahe Gärten und „wilde Ecken“ in letzter Zeit verschwunden sind.

 

Blühfläche 2.jpg © Mobilum© MobilumWas können wir tun?

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, ist es das Ziel, ein Netzwerk aus natürlichen Strukturen und ein Mosaik aus kleinen Biotopen der Natur zu überlassen: Denn in diesen ungestörten Räumen können sich die heimischen Pflanzen und die von ihnen abhängigen Tierarten entwickeln.

In einem ersten Schritt wurde im Rahmen eines 2020 gestarteten Pilotprojektes die Pflege der Straßenränder des Landkreises Friesland und der Bienengemeinde Sande extensiviert.

Aufgrund der darin gewonnenen positiven Erfahrungen beteiligen sich weitere Städte und Gemeinden des Landkreises Friesland in 2021 an diesem Projekt.

Weitergehend möchten wir in diesem Jahr auch die Bürger, insbesondere Gartenbesitzer, dazu einladen, sich ebenfalls zu beteiligen. Das Ziel ist, die Fläche an kleinen mosaikartigen Lebensräumen für unsere natürlichen heimischen Arten zu vergrößern.

 

Wie entstand die Idee?

Die Idee entstand nach Beobachtungen und Erfahrungen im eigenen Garten:

Unerwartet wurde 1 m² Rasenfläche mit Löwenzahn-Bestand, der spontan einfach wachsen durfte, zur Pollen- und Nektarquelle für Bienen und Wildbienen und zur Kinderstube für Grashüpfer.

Vögel wiederum fanden dort einen willkommenen Imbiss aus Insekten und Samen. 

Diese Erfahrungen belegen die Bedeutung auch sehr kleiner naturnaher Flächen, auf denen sich eine oft unscheinbare heimische Pflanzenwelt entwickelt, auf die wiederum Insekten als Futterquelle und in ihrer Entwicklung als Larven und Nymphen angewiesen sind.

Verfahrensablauf

1.) Einfach 1 m² Gartenfläche -gerne auch mehr- in diesem Jahr ungestört wachsen lassen: Dort nichts ansäen, nicht pflegen, sondern diese Fläche einfach sich selbst überlassen.

Blühfläche 3 © Mobilum© MobilumLassen wir uns überraschen, welche Pflanzen und Tiere sich dort ansiedeln und einstellen werden.

Sollte sich eine Pflegemaßnahme als unerlässlich erweisen, dann bitte die 10/10-Regel zum Schutz der Insekten, Grashüpfer etc. beachten: 10 % des Bewuchses ganzjährig stehen lassen und mit der Pflegemaßnahme erst ab einer Höhe von etwa 10 cm über dem Boden beginnen.

2.) Teilen Sie uns (Den Link finden Sie unten auf dieser Seite) mit, dass Sie sich beteiligen, und welche Flächengröße Sie als Naturraum entwickeln möchten.

3.) Wir freuen uns zudem über Rückmeldungen in Form von Fotos oder kurzen Berichten (Den Link finden Sie unten auf dieser Seite). Auch Fragen, Ideen und Anregungen können dort gerne geäußert werden. Die Beiträge werden gesammelt. Es ist vorgesehen, regelmäßig darüber in der Presse zu berichten.

4.) Informationen zum Herunterladen

Die untenstehende  Info-Klappkarte informiert kurz zusammengefasst über biodiversitätsfördernde Maßnahmen im Garten.

Zudem können Sie die PDF des Schildes „blühendes Friesland“ herunterladen, um es ggfs. in Ihrem Garten aufzustellen und auf die Aktion hinzuweisen.

Zuständige Stelle

MOBILUM-Mobile Umweltbildung

Lindenallee 1, 26441 Jever

Telefon: Susanne Ekhoff: 0151-51440269

                Petra Walentowitz: 0151-51440267

E-Mail: mobilum@friesland.de

Unterstützende Institutionen


Landkreis Friesland, MOBILUM-Mobile Umweltbildung, in Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer


Ansprechpartner/in
MOBILUM-Mobile Umweltbildung
Lindenallee 1
26441 Jever
Telefon: 04461 919-0
E-Mail:
Herr J. EdenStandort anzeigen
Amt / Bereich
Fachbereich Umwelt
Kreisamt, Zimmer 505 // 3. OG
Lindenallee 1
26441 Jever
Telefon: 04461 919-5050
Telefax: 04461 919-7761
E-Mail:
« zurück